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Céad míle fáilte

Ein tausendfach herzliches Willkommen in Irland

Wenn Sie Lust auf Irland haben, wer-den Sie sich hier sicher wohlfühlen.

Für uns ist es die Sehnsuchts-Insel, die sehr viel mehr zu bieten hat als nur Grün, Golf und Guinness. Und für Sie?

Man sagt: „entweder man liebt diese Insel oder man kommt nicht wieder“. Andere sagen: „da wollte ich immer schon mal hin“. Und wiederum andere sind überzeugt: „ich komme immer wieder, es ist sozusagen zu meiner Seelenheimat geworden“.

Für all jene ist dieses Magazin gedacht. Wir von der Redaktion sind mit viel Liebe und Engagement dabei, Ihnen nicht nur die bekannten Highlights zu präsentieren, sondern all die anderen Dinge, die so genannten „Hidden Gems“; jene versteckten Besonderheiten, die man eben überall finden kann, wenn man weiß, wo sie sind.

Viel Vergnügen und slán

Jan O. Deiters

Das Online-Magazin für
die irischen Momente

www.lust-auf-irland.de
redaktion@lust-auf-irland.de

Irland für Zuhause

Mit Porträts, Hintergrundbe-richten, Empfehlungen, Ausflügen, Interviews. Historisch wie modern, im Rückblick wie auch aktuell.  Klicken Sie sich bald wieder hierher oder besuchen Sie uns auf Facebook.

Avoca - Traum aus Garnen und Farben

Ein Paradies für Touristen und Traditions-Liebhaber

Es war einmal eine kleine Mühle im Örtchen Avoca. 1723 entstand sie als Kooperative, um den Bauern die Möglichkeit zu geben, ihre Wolle zu spinnen und zu weben. Daraus entstanden Stoffe für Kleidung und Tücher. Das Garn war naturweiß, so wie es vom Tier kam. Farbe kam erst sehr viel später ins Spiel.


Natürliche pflanzliche Färbemittel sorgten mit rot, grün und gelb für eine bis dahin ungewohnte Farbenpracht und machten die Tücher auch über Avoca hinaus immer beliebter. Es entstand der Qualitätsbegriff der "Avoca Handweaver" und der Bekanntheitsgrad stieg kontinuierlich, vor allem in den 1920er und 1930er Jahren, als die Weberei von drei Schwestern - den Wynnes - geführt wurde.

Etwa 1960 allerdings verfiel die Mühle und die Weberei und wurde nicht wieder repariert. Das Weben mit der Hand brach generell ein angesichts der viel schnelleren und immer perfekter werdenden Maschinen. So wurde es still in dem kleinen Ort.

Bis zu dem Moment, als ein junges Paar durch einen beruflichen Zufall einen früheren Prospekt in die Finger bekam. Donald Pratt war Anwalt in Dublin und mit dem Verkauf des Anwesens beauftragt, damit die Mühle und die Weberei wieder auf die Beine kommen sollte. Niemand allerdings interessierte sich dafür. Aber er und seine Frau Hilary. Kurzerhand kaufte er selbst das Grundstück. Keiner von beiden wusste überhaupt etwas über das Weben, aber sie glaubten an eine Zukunft. Denn die glorreiche Vergangenheit hatte trotz der heruntergekommenen Gebäude und der defekten Mühle einen Namen geschaffen, der nach Magie klang.

Donald gab seinen Job in Dublin auf und Hilary quittierte ihren Dienst als Lehrerin. Sie schafften es tatsächlich, die Mühle zum Laufen zu bringen und die leeren Auftragsbücher zu füllen. Und bald schon klackerten die Schiffchen in den Webstühlen wieder, Avoca war zurück.





















Heute ist Avoca Handweaver ein Familienbetrieb, der in ganz Irland Verkaufs-Filialen hat. In Avoca selbst auf dem historischen Gelände wird immer noch produziert. Allerdings nicht mehr nur mit handbetriebenen Webstühlen, sondern auch mit modernen Maschinen. Anders wäre der Bedarf nicht zu decken. Gleichzeitig ist Avoca ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Nicht nur wegen der wunderbaren Landschaft und dem Standort an "The Meeting of the Waters". Es ist vielmehr eine Mischung aus Museum, Ausstellung, Laden und Café. Wenn man sich für die Ausstellung Zeit nimmt - und die vergeht wie im Fluge - hat man fast das Gefühl, selbst schon zum Webereifachmann geworden zu sein. Auf zahllosen Tafeln kann man den Herstellungsprozess nachverfolgen. Es gilt, die unterschiedlichen Wollqualitäten wie Mohair, Lamm oder Cashmere zu erfühlen. Fasziniert schaut man beispielsweise Michael Keogh zu, einem der Mitarbeiter, die Fragen beantworten und das alte Handwerk vorführen. Die schnellen Holzschiffchen, die den Faden von rechts nach links schießen, können einen schwindelig machen. Die zahllosen Führungsrollen und Nadeln mit hunderten von Einzelfäden, die alle an der richtigen Stelle entlang müssen, lassen Bewunderung und Respekt aufkommen. Wenn man danach ein Stück Stoff in Händen hält, sieht man die Dinge anders als vorher.













































So erfüllt von Wissen, Fakten und Eindrücken braucht es eine Pause. Zum Glück ist die nur ein Gebäude weit entfernt. Das Café bietet Leckereien aus der Region. Schließlich gilt es, dem angrenzenden Shop einen Besuch abzustatten. Die Fülle an Farben, Formen und Materialien ist enorm. Man kann sich kaum satt sehen und fühlen; da ist es vorprogrammiert, dass man sich ein paar Erinnerungsstücke mit nach Hause nimmt. Adeline Delahout ist Mitarbeiterin im Shop und begeistert sich nicht nur für die modischen Accessoires aus Wolle, sondern für das gesamte Sortiment. Denn hier gibt es neben allem, was man aus Wolle machen kann Steinzeug, Geschirr, Tischdekoration, Bücher und natürlich ein umfangreiches Sortiment von Andenken.

Hier trifft man übrigens auch Mary O'Brian, die Managerin. Sie verkörpert die viel gerühmte irische Herzlichkeit, verwickelt die Kunden sofort in einen Schwatz und macht Avoca Handweavers für einen Moment zum strahlenden Mittelpunkt der Welt.

Wer keine Möglichkeit hat, direkt in Avoca Station zu machen, kann sich an folgenden Orten einen Überblick über Qualität und Design verschaffen:

Kilmacanogue Store, Cafes & HQ, Wicklow  / Suffolk Street, Dublin City Centre / Rathcoole, N7 Naas Road, Dublin  / The Mill at Avoca Village, Wicklow  / Letterfrack, Connemara, Co Galway / Moll's Gap on the Ring of Kerry / Powerscourt House, Enniskerry, Wicklow  /Mount Usher Gardens, Ashford, Wicklow / Avoca Food Market & Salt Café, Monkstown / Avoca at Brown Thomas, Cork / Belfast City Centre

Und natürlich im Online-Shop: www.avoca.com

Viel Vergnügen